Montag, 16. Juli 2012

Darf ich vorstellen, kreative Frauen....

 - Erbstücke in meinem Nähzimmer.   Kreativität vs Zweckmäßigkeit....
Dieses Mustertuch hat meine Urgroßmutter Antje Elisabeth Clausen  genäht. Damals wurden die Flicken in Leinen eingesetzt, heute setze ich sie auf, die Biesen sind verschieden breit und eine schräg. Die Knopflöcher sind auf dem Foto kaum zu sehen, am oberen Rand über der gestickten Borte. Alle ganz regelmäßig, so etwas bekomme ich mit der Maschine nur an guten Tagen hin (meine guten Tage - die Maschine  schafft das auch so)!
Gestickt ist eher wenig, wahrscheinlich wurde nicht so viel Wert auf bunten Zierrat gelegt. Oder das war eben nicht die Aufgabe.  Alles mit der Hand genäht, sie war damals 14 Jahre alt, bestimmt nicht nur zum Vergnügen... Ich suche nach einer Möglichkeit das Tuch rahmen zu lassen.


  Geboren wurde meine Urgroßmutter 1877 und gestorben ist sie 1964, ich habe sie als eine schmale, grauhaarige, freundliche Frau mit einer großen Knopfdose in Erinnerung. Außerdem erinnere ich mich an eine rote Samttischdecke, die auf ihrem Wohnzimmertisch lag. Aus diesem Samt hat meine Großmutter dann irgendwann einen Sofa- Kissenbezug genäht. Mal sehen, ob ich den noch finde?

Meine Großmutter, Elisabeth Magdalena Reimers wurde 1907 geboren, auch sie hat viel genäht. Als sie dann eine verheiratete Frau mit 8 Kindern war, war das sicher eine Notwendigkeit.  Auch für mich hat sie genäht, von ihr habe ich diesen roten Mantel bekommen. Ich weiß nicht wie alt ich damals war, ich muss mal in den alten Fotos stöbern. Ich würde schätzen, dass er einem 3 jährigen Kind passen müsste.

 Der Mantel ist aus Wollstoff, hat hinten einen Riegel und ist mit einem Flanell gefüttert. Ich trau mich nicht ihn zu waschen, obwohl das mal nötig wäre.

Ein weiteres Erinnerungsstück ist das kleine Ölbild, das meine Mutter gemalt hat. Auch das hängt bei mir im Nähzimmer. Leider nicht datiert, irgendwann Ende der 1970er Jahre entstanden. Damals hat sie einen Kurs bei einem Künstler in Düsseldorf besucht.


Genäht hat auch sie sehr viel, Kleidung hauptsächlich, aber außer dieser Puppe (auch aus den 70ern) und ein paar Puppenkleidungsstücken ist  nichts erhalten geblieben. Für meine Töchter hat sie auch Kleidung genäht, bis ich das dann selbst übernommen hab.


Hütet ihr auch noch Schätze, Erinnerungsstücke die euch an liebe Menschen erinnern?

Bis dahin....



P.S:
 Das grüne Top ist fertig, jetzt stöbere ich durch meinen Fundus nach einem oder mehreren Rückseitenstoffen.



Mittwoch, 11. Juli 2012

"kariert denken"

... danke Petra für Deinen netten und treffenden Kommentar zum letzten post. Genau, ich denke oft kariert und oft hilft es mir meine Stoffe und auch meine Gedanken zu ordnen. Zweifel sind auch produktiv.
alle Blöcke an der Wand
Ich bin jetzt schon ein ganzes Stück weiter. Das dunkle Sashing passt wunderbar, ein Teil ist mittlerweile schon angenäht ..
einige Blöcke für den besseren Eindruck auf den Zwischenstoff gesteckt, passt..

Jeder Block hat nun einen Platz und eine Richtung, getauscht wird nicht mehrDie unteren Reihen haben schon einen dunklen Streifen rechts, gebügelt wird noch einmal vor dem Zusammennähen

Ich musste aber auch grinsen über den Kommentar von Petra, denn ich habe  hier eine sehr nette Töpferin kennen gelernt die ihren shop "Karierte" nennt. Ich denke ihre Waren passen nicht nur zum Patchwork...


Bis dahin....

Dienstag, 10. Juli 2012

Vom Zweifel -- es grünt so grün...

... an meiner Wand. So sahen die Blöcke zum grünen quilt gestern aus.  Zum Teil schon genäht, viel helles Grün und Gelb. 
Blöcke "A" gesteckt

Blöcke "A und B" genäht


Heute Nacht überkam mich der Zweifel: SO GEHT DAS GAR NICHT!!!
Die Kombination aus Muster und Farben - noch nie lag ich so meilenweit daneben, wie soll das gehen...
 Nächtliche Gedanken eben..


 So ein Chaos - die Blöcke  "C" und "D" hingen dann auch an der Wand und die Stecknadeln blinzelten frech - wie soll ich das vernünftig zusammen bringen. Ein sashing wirds rausreißen, aber der Stoff (ich hab einen da liegen - der ist viel zu dunkel, oder???)muss noch gefunden werden - vielleicht erst gefärbt oder gar erst produziert?? - hoffentlich ist bis dahin der Schwung nicht schon wieder 'raus....





Jetzt brauch ich erst mal noch einen Kaffee!!!
 Ihr findet mich an der Nähmaschine...
bis dahin

Sonntag, 8. Juli 2012

Kaffeepause..

...zwei Bleche Muffins, schnell gebacken, versüßen die Kaffeepause. Noch dürfen sie abkühlen, solange kann ich meine grünen Stoffe weiter bearbeiten.
Kakaomuffins mit weißer Schokolade gefüllt




 Himbeer-Haferflockenmuffins - meine Favoriten...

Bis dahin....

Tübingen und neuer Quilt...

 ..nachdem heute morgen der Himmel grau und düster war, der Regen die Sintflut ließ auch nicht lange auf sich warten, habe ich beschlossen endlich den versprochenen grünen quilt anzufangen. Die Stoffe waren schon herausgesucht, mit Bügeln und Schneiden ging der heutige Vormittag 'rum.

Grün ist nicht so ganz meine quilt-Farbe, aber ich glaube das wird schon, jedenfalls hat das Zuschneiden (sonst der langweiligste Teil am patchen) bisher  Spaß gemacht...


 Gestern Vormittag war das Wetter um Längen besser. Zum Glück für die vielen Aussteller beim "Kunstmarkt rund ums Nonnenhaus" in Tübingen. Die Atmosphäre war sehr schön, das Angebot Klasse, nette Leute (fast) überall, und den Fotoapparat habe ich in der Tasche mit mir herumgeschleppt....wie blöd.

 Ein paar Fotos der Eindrücke findet ihr bei Monika . An ihrem Stand habe ich auch dieses absolut schönste Portemonnaie des Marktes erstanden.







 Monika habe ich zum ersten Mal vor 2 Jahren auf dem Rosenmarkt  getroffen, seitdem verfolge ich ihren blog.  Danke schön!

So, nach einem sehr guten Mittagessen, (frische grüne Bohnen nach Art des Kochs :-) und neue Kartoffeln) mach ich jetzt erst mal Mittagspause. Danach werde ich weiter schneiden, vielleicht auch noch einen kurzen Spazier"lauf" einplanen, der Sonntag wird doch noch schön...

Bis dahin....

Sonntag, 1. Juli 2012

Tomatentopfgarten...

... ist dieses Jahr viel bescheidener ausgefallen. Ich habe mich auf 4 Tomatenpflanzen und 2 Chilli beschränkt. 2 Tomaten und die Chilli stammen aus der Hochschulgärtnerei in Bernburg, dort werden zum "Tag der offenen Tür" angezogene Pflanzen für wenig Geld verkauft. Meine Tochter war so lieb sie mir zu besorgen. Nach unserem Besuch bei ihr hab ich sie mitgenommen und in größere Töpfe gesetzt. 




Die eine Tomate wächst toll und hat Früchte angesetzt,








die andere hat den Umzug nicht gut
überstanden und will sich mit unserer Erde oder dem südlicheren Klima nicht anfreunden. Sie "muckert" vor sich hin. Irgendwelche Schädlinge kann ich nicht sehen, aber vielleicht hat sie einen Pilz erwischt.


Dann hab ich mir noch 2 Tomatenpflanzen im "Ausverkauf" bei Raiffeisen besorgt. Diese habe ich in Töpfe gepflanzt und auf dem Garagendach "ausgesetzt". Ohne Stäbe dürfen sie sich dort aubreiten, werden nicht ausgegeizt, bei Bedarf bekommen sie Wasser, ansonsten keine Pflege.


 Wie man sehen kann, den beiden geht es prima, viel Sonne, aber ab Mittag ein bißchen Schatten auf die Töpfe vom benachbarten Fliederbeerstrauch. Schnecken kommen nicht aufs Dach, denn das ist mit Kupfer verblendet und eingefasst.
Ich bin gespannt auf das Ergebnis. Sicher kommt es bei dem Ertrag auch auf die Sorten an.


 Einen schönen Abend, die Gewitter sind bei uns immer noch nicht vorbei, bis bald
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